Aktionstage

Do, Fr, Sa 18., 19., 20. Juni
AKTIONSTAGE
Besetzt! 40 Jahre Kulturzentrum im Amerlinghaus
– sind nicht genug!

Veranstaltungsprogramm

Drei Tage offener Begegnungsraum und Veranstaltungsprogramm

Wir laden alle Freund_innen und Interessierten herzlich ein, ins Kulturzentrum im Amerlinghaus zu kommen, sich an den Veranstaltungen und Angeboten zu beteiligen, im offenen Raum der Begegnung mit uns und Initiativen im Haus zu plaudern und zu diskutieren, oder einfach vorbeizuschauen, zu essen und etwas Zeit im Kulturzentrum zu verbringen.

Drei Tage im Hof des Amerlinghauses:
offener Begegnungsraum mit Gruppen & Initiativen im Amerlinghaus, Info- und Thementische, Gesprächsrunden & Diskussionsecken, Transpi- und Parolenwerkstätten, Care-Room, Theater-, Musik und Gesangsworkshops, Vokü & kulinarische Köstlichkeiten und mehr…

Transpi-, Parolen- und Plakatworkshops
Krieg den Hütten – Paläste für alle
Malt mit uns Transpis – sonst gibt’s Krawalle!

Do 18. Juni ab 14:00
Workshop für situationselastische Spruchbänder
mit Eva Geber

Stoff und Farben sind da, Lust & Fantasie bringt Ihr mit.
Die Ausbeute wird die Bäume, Fassade, Umgebung, … schmücken.

Mit wuchernden Fortsetzungen am Fr 19. & Sa 20. Juni im Begegnungsraum im Hof

Kindergruppe im Amerlinghaus
Ausstellung mit einer kleinen Dokumentation der Geschichte der Kindergruppe
Historischer Film über die Anfangsjahre der Kigru

Do 13:00
offenes Picknick mit Eltern und Kindern und Ehemaligen

 

Aktionstage – Veranstaltungsprogramm

«««««««««««««««««««««««

Do 18. Juni

­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­«««««««««««««««««««««««

Do 18. Juni ab 10:00

Besetzt – Zeitreise und MITMACHAKTION
Aktives Zentrum im
 Amerlinghaus

Das Amerlinghaus feiert im Juni 2015 sein 40-jähriges Bestehen seit der Besetzung von KünstlerInnen und AktivistInnen im Jahr 1975. Aus diesem Anlass laden wir euch ein, eure persönlichen Erfahrungen und Eindrücke (gern auch Fotos, Zeitungsartikel etc.) auf unserer Zeitleiste mitzugestalten! Was uns besonders interessiert:

Wann und warum seid ihr ins Amerlinghaus gekommen?
Was sind eure persönlichen Erfahrungen mit dem Haus?
Was gefällt euch besonders?
Was sind eure Anliegen und Forderungen für die Zukunft des Amerlinghauses?

Vom 18.06. – 20.06 2015 könnt ihr euch aktiv bei der Erinnerungsarbeit „40 Jahre Amerlinghaus“ einbringen!

Wir freuen uns auf kreative Beiträge und rege Beteiligung!

Do 18. Juni 11:00
Lesungen & Musik
lesung seher çakir

Anlässlich der 40-Jahre-Jubiläumsfeiern des Amerlinghauses nehmen die Kursteilnehmerinnen der Vereinigung für Frauenintegration mit Freude an der vom Verein Exil organisierten Lesung teil. Seher Çakir, eine mehrfach ausgezeichnete Lyrikerin und Erzählerin türkischer Herkunft, die in Österreich lebt und arbeitet, wird dabei einen Ausschnitt aus ihrem Buch „ich bin das festland“ (2012) lesen und mit dem Publikum diskutieren. Die Lesung ist offen für alle – falls Sie Interesse haben, sind Sie herzlich willkommen.

musik: mansur bildik (sazverein wien)

sowie mit lesungs-beiträgen und kalligrafien von flüchtlingen aus verschiedenen kontinenten und ländern aus den deutschkursen, die im amerlinghaus im rahmen eines projektes des vereins ute bock stattfinden.
leitung: regine kappeler

dazu musikalische beiträge von Drum Bock
moderation: christa stippinger
eine veranstaltung von verein exil und edition exil in kooperation mit vfi (vereinigung für frauenintegration amerlinghaus), und dem verein ute bock

 

Do 18. Juni ab 14:00
Offener Sazworkshop
mit Mansur Bildik

Mansur Bildik wurde als Sohn eines bekannten Volks-Saz-Spielers in der Region in Tunceli geboren. Seit seiner Kindheit spielt er selbst Saz, die kurdisch-türkische Langhals-Laute, und unterrichtet seit 1984 in Wien. Sein Ziel war und ist, die türkische Musik und das ganz besondere Saiteninstrument, die Saz, im Zentrum von Europa bekanntzumachen.

Mansur Bildik vereinigt musikalische Kompetenz mit langjähriger pädagogischer Erfahrung sowie tiefgehenden Kenntnissen sowohl orientalischer wie okzidentaler Musik.

 

Do 18. Juni 14:30
Improvisations – Biografie – Theaterspiele

eine spannende Reise zu sich und anderen
Aktives Zentrum (1. Stock)
mit Mara Herrnstadt

Beim improvisierenden Spielen wird Kreativität freigesetzt und das Unbewusste ist als Freund willkommen. Durch die Selbstwahrnehmung der eigenen Biografie wird spontan und lustvoll der Zauber der Erinnerungen erlebt.


Do 18. Juni 17:30
Antirassistische Kurzfilme des „Protest Productions Collective“
„The Dinner“
(15 Min.):
Am Beginn von „The Dinner“ steht eine Verabredung zum Abendessen zu zweit. Alles läuft gut – wäre da nicht die Polizei und ihre „Erkenntnisse“ aus stundenlangem Telefonabhören. Und schon wird ein banaler Lebensmitteleinkauf zur Lieferung heißer Ware …

„How to stop a deportation – I ain’t getting on no plane!“ (15 Min.)
Flughafen Wien-Schwechat: ein Knotenpunkt für Fernwehgeplagte und globalisierte Geschäftsbeziehungen. Doch viele Menschen besteigen das Flugzeug unter Zwang – sie werden abgeschoben. Der Film zeigt „Sicherheitshinweise“ für jene, die eine Abschiebung verhindern und solidarisch eingreifen wollen: „Don’t fasten your seatbelt“, „Stand up and refuse to sit down“, „Talk to the captain“ lauten einige der Empfehlungen.
Ein Film, der zum Widerstand anstiften soll, ein Film mit praktischen Beispielen, was du selbst tun kannst, um eine Abschiebung in einem Flugzeug zu verhindern. Solidarität geht sehr einfach, du musst keinE SuperheldIn sein!
Im Anschluss an die beiden Kurzfilme gibt es die Möglichkeit zur Diskussion der aktuellen Migrations- und Flüchtlingspolitik sowie zu antirassistischem Handeln und Solidarität mit Geflüchteten und Migrant_innen.


Do 18. Juni 19:00
BESETZT!
Geschichte der Fabriksbesetzung

In Spanien 1936, Frankreich 1968, Chile 1973 und in Polen 1980 haben Lohnabhängige die Kontrolle über die Arbeits- stätten übernommen.
Die Ketten müssen dort zerschlagen werden, wo sie geschmiedet werden, wie Rosa Luxemburg sagte. Die Lohnab¬hängigen, die durch ihre Arbeit allen Wohlstand produzieren, sitzen tatsächlich an den Hebeln der Macht.
Militante Arbeitskämpfe sind die Voraussetzung für eineradikale Umgestaltung der Gesellschaft, für eine Revolution.
Die Veranstaltung findet im Kultur- und Kommunikations-zentrum Amerlinhaus statt. Es wurde 1975 besetzt und ist seit 40 Jahren, trotz aller Widerstände, ein selbstverwalteter Raum für zig progressive Gruppen und Initiativen.

Verein zur Förderung antikapitalistischer Aktivitäten

 

Do 18. Juni 19:00
70 Jahre Kriegsende / 60 Jahre Neutralität / 20 Jahre EU-Beitritt
Ist Österreichs Neutralität noch zeitgemäß?

Vorstellung der neuen Broschüre „Kriegstreiber am Werk“
100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges – 70 Jahre nach dem Ende von faschistischer Diktatur und Zweitem Weltkrieg – 60 Jahre nach der Entscheidung Österreichs für die immerwährende Neutralität als Folge der Erfahrung aus zwei verheerenden Weltkriegen und des Willens der österreichischen Bevölkerung, nicht mehr mitzumarschieren, nicht mehr für fremde Großmachtinteressen in den Krieg gezwungen zu werden – 20 Jahre nach dem Beitritt Österreichs zur EU, zum großen „Friedensprojekt“ finden rund um die Welt offene und verdeckte Kriege statt und sind auch mitten in Europa Kriegstreiber am Werk.
Was sind die Ursachen dafür? Wer hat den Nutzen? Was macht das neutrale Österreich? Was können wir tun? Das wollen wir an diesem Abend diskutieren und überlegen, welche Handlungsaktivitäten wir gemeinsam angehen wollen.
Die neue Broschüre der „GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg“ und des „Österreichischen Solidaritätskomitees“ zeigt auf, dass die Kriegspropaganda und die Kriege im „Friedens- und Menschenrechtsgewand“ nur im Interesse einiger weniger sind.

Anhand einer Fülle von Fakten und Zitaten, die in dieser Dichte kaum sonst wo zusammengestellt sind, zeigt die Broschüre die Interessen und Pläne der Kriegstreiber auf. Sie bietet eine Menge an Material für Argumentation und Diskussion. Die Broschüre ermutigt zusammen zu finden und gemeinsam gegen die Kriegstreiber und für die Neutralität Österreichs aufzutreten.
Für ein neutrales, unabhängiges und demokratisches Österreich! Ja zur Neutralität – Nein zu Kriegshetze und Kriegsteilnahme

GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg
ggae@gmx.at   www.atomgegner.at

 

Do 18. Juni 20:30
Pallawatsch
Klezmer, Tanz und jiddische Lieder

Tanzbares zwischen Tradition und Interpretation…
…mit Wurzeln und neuen Blüten

Unser Repertoire orientiert sich am traditionellen osteuropäischen Klezmer, wir widmen uns bevorzugt eher unbekannteren jiddischen Liedern und Instrumentalstücken. Die sehr bewegenden und direkten Texte der Lieder, die mitreißenden Tänze (die auch erklärt, gezeigt und getanzt werden können), die wunderschönen und manchmal auch ungewöhnlich schrägen Melodien, die Freiheit zur Interpretation und zum Gefühlsausdruck faszinieren uns ebenso wie verschiedene musikalische Einflüsse aus Osteuropa und dem orientalischen Raum.
Pallawatsch sind: Eva Pankratz: Kontrabass, Gitarre, Tanzanleitungen, (Schul-)Projekte, Martin Mixan: Klarinetten, Kontrabass, Geige, Saxophone, Mandoline; Günther Schöller/Simone Beer: Akkordeon; Peter M. Baumgarten: Trompete; Miriam Papst: Gesang         www.pallawatsch.net

 

 

«««««««««««««««««««««««

Freitag 19.Juni

«««««««««««««««««««««««

 

 

Freitag 19.Juni 11:00
Pflanzenaktion
Vereinigung für Frauenintegration

Die Vereinigung für Frauenintegration schafft die Möglichkeit, dass sich Frauen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen mit dem Thema Sprache beschäftigen. Es ist wichtig zu betonen, dass es dabei nicht nur um den Erwerb der deutschen Sprache geht. Vielmehr soll auch das Miteinander der Frauen gestärkt und unterstützt werden.
Durch unser Deutschkursagebot entwickeln die Frauen eine gewisse sprachliche Sensibilität. Da auch die Muttersprachen der Kursteilnehmerinnen systematisch in den Unterricht einbezogen werden, verhilft diese Vorgehensweise der Aufwertung ihrer sprachlichen Ressourcen und leistet einen Beitrag zur Förderung von Mehrsprachigkeit.
In einer Ausstellung wollen wir daher die Ergebnisse unseres Projektes, bei dem typische Heilkräuter zur alltäglichen Anwendung gepflanzt werden, präsentieren. Bei seiner Durchführung war es uns besonders wichtig, auf die Lebenserfahrung, die „Expertise“ der Frauen und ihr kulturelles Vorwissen, zurückzugreifen. Gerade deswegen ging dem Projekt ein interessanter Prozess voraus, in dem die Kursteilnehmerinnen und die Kursleiterinnen diese für Frauen wichtigen Kräuter gemeinsam auswählten, sie mehrsprachig beschrifteten, ihre Wirkung recherchierten und die gewonnenen Informationen festhielten.         www.frauenintegration.at

 

Freitag 19 .Juni 15:00
„Care“-Workshop
ARBEIT
AMLEBEN! One solution – Care Revolution?
Care- und Reproduktionsarbeiten stehen im Zuge der anhaltenden Krise verstärkt unter Druck. Kämpfe um die Organisation dieser zentralen Tätigkeiten des Lebens brechen in den letzten Jahren vermehrt auf. In diesem Workshop wird es darum gehen, gemeinsam zu erarbeiten, was Care eigentlich ist, wo uns diese häufig unsichtbare Seite von Arbeit in unserem Alltag beschäftigt und wie sie organisiert ist. Ziel ist es erste Ansatzpunkte und Alternativen linker Praxis und Intervention zu finden: Welche Beispiele kennen wir aus unserem Alltag, wo Care jenseits von Staat und Kapital organisiert wird? Wie können wir selbst aktiv werden?

Ein Workshop der Care Initiative Amerlinghaus

 


Freitag 19. Juni 17:00
Rotes Gedenken:
Hasenjagd in Hadersdorf
Niemals vergessen! Nie wieder Faschismus!

Seit Jahren fordert eine Gruppe von Antifaschist_innen eine Gedenkstätte für 61 politische Gefangene, die in den letzten Kriegstagen beim Friedhof in Hadersdorf am Kamp von SS-Männern unter Beteiligung von Hadersdorfer Bürger_innen erschossen worden sind. Das vorläufige Ergebnis war 2009 eine Tafel beim abgelegenen Friedhofseingang, und nicht im Ortszentrum – auf der aber das Wort „politische“ im Text gestrichen worden war. Eine kleine Gruppe von Antifaschist_innen korrigierte im November 2014 diese Tafel, worauf der Bürgermeister allerdings die Korrekturen wieder entfernen ließ. Der Kampf gegen das Verschweigen und Unsichtbarmachen geht also weiter…
Rudi Burda erklärt, was sich 1945 in Hadersdorf ereignet hat, mit musikalischer Unterstütztung des FÖJ-Chors, der u.a. das „Hadersdorf-Lied“ von Rudi Burda singen wird.

 

Freitag 19. Juni 18:00
Workshop zum Thema Ressource Raum:
*“Wir wollen Raum“*

Welche Räume brauchen wir? Welche Räume haben wir?
Gruppen, Projekte und Initiativen brauchen Raum, um ihre Anliegen zu verfolgen und mit anderen zu teilen, Treffen abzuhalten, Workshops zu veranstalten… Einen physischen Raum zur Verfügung zu haben ist nicht nur eine Notwendigkeit sondern gleichzeitig ein stärkendes Moment.
Der Bedarf und die Möglichkeiten sind von Raum zu Raum und von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Manche haben mehr Raum als sie nutzen (können), andere zu wenig – ein geteiltes Wissen darüber ist manchmal nicht vorhanden. Nicht nur Räume zur Verfügung zu haben, sondern auch Räume zu erhalten stellt die Beteiligten vor Herausforderungen. Diese Herausforderungen betreffen zum einen externe Faktoren (Finanzierung, Realitäten des Immoblienmarkts, Nachbar*innen…) zum anderen interne Faktoren (zeitliche Ressourcen der Beteiligten, Organisationsstruktur…).
Innerhalb des Workshops wollen wir Bedarf und Möglichkeiten unterschiedlicher Räume und Gruppen sichtbar machen und Herausforderungen und Potenziale gemeinsam diskutieren. Damit soll die Basis für bessere Vernetzung und Zusammenarbeit geschaffen und ein Ressourcenpool erstellt werden.

IG Kultur Wien   www.igkulturwien.net


Freitag 19. Juni 20:00
Film, Lesungen und Performances: „Raum“
A Room of One’s Own

.) performance der grillhendl-rotation-crew – „thema raum“
.) lesung ilse kilic und fritz widhalm „ergänzen sie die einrichting ihrer wohnung mit einem schriftsteller oder einer schriftstellerin“
.) ausschnitte aus dem film von

si.si klocker: „DIE FRAU, DIE ARBEIT, DIE KUNST und das GELD.“
.) lesung magdalena knapp menzel „lasst uns das feiern“

organisiert vom
fröhlichen wohnzimmer

Freitag 19. Juni 22:00
Cinema Politica
Mietrebellen – Rent Rebels

Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt
(Rent Rebels – Resistance Against The Sell-Out Of The City)

Ein Dokumentarfilm von
Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers
D 2014 | 78 min. | OmeU

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Alter noch einmal auf die Straße protestieren gehen muss aus Sorge, wo ich wohnen werde.“(Eine protestierende Seniorin auf einer Demonstration am Kottbusser Tor)
In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.
Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieter_innenkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentner_innen um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

Möglicherweise in Anwesenheit der Filmemacher_innen.

http://mietrebellen.de/post/102293778284/mietrebellen

www.cinemapolitica.org

 

«««««««««««««««««««««««

Samstag 20. Juni

«««««««««««««««««««««««

 

Samstag 20. Juni 11:00
Brunch
Besetzt! – 40 Jahre Kulturzentrum im Amerlinghaus –
Was? Wozu? Woher? Wohin?

Diskussion- und Austausch
mit ehemaligen und gegenwärtigen Mitarbeiter_innen des Kulturzentrum im Amerlinghaus, Gruppenvertreter_innen, alten und jungen Aktivist_innen

Das Kultur- und Kommunikationszentrum im Amerlinghaus ist die am längsten bestehende Struktur, die aus der Wiener Besetzer_innenbewegung hervorgegangen ist.
Seit 40 Jahren eröffnet das Kulturzentrum im Amerlinghaus inkludierende Räume der sozialen und kulturellen Partizipation und Selbstbestimmung, in denen Diskurse der Solidarität, der Ent-Grenzungen und des kritischen Denkens gepflegt und eindeutig besetzte Bereiche wie „Kultur“, Politik“ und „Soziales“ in vielfältigen Aktivitäten aufgebrochen und mit weniger ausgrenzenden Bedeutungen gefüllt werden.
Als generationen-, kulturen- und szenenübergreifendes Projekt treffen einander Menschen aller Altersgruppen, Migrant_innen, Künster_innen, politisch Aktive ebenso wie Obdach- und Erwerbsarbeitslose. Gemeinsam ist ihnen der Anspruch, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Diese Struktur ermöglicht Austausch und Diskussion, baut Berührungsängste ab und bringt neue Impulse, verhindert Vereinzelung und wirkt in hohem Maße inklusiv – möglicherweise gegenwärtig sogar mehr noch als damals, indem das kleine aufmüpfige Zentrum – längst selbst als „ungeliebte Mieterin“ am schicken, gentrifizierten und durchkommerzialisierten Spittelberg von Verdrängung bedroht – hartnäckig zur Sichtbarkeit, zur Präsenz und zur Inklusion von Menschen beiträgt, die von aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen betroffen sind, die sie zunehmend in Armut, soziale Unsicherheit, Marginalisierung und Unsichtbarkeit drängen.
Es ist skandalös und anstrengend, dass jedes Jahr aufs neue Protestmaßnahmen nötig sind, um von der Gemeinde eine Unterstützung zumindest zur Deckung der Grundkosten zu erhalten. Doch für den Moment gilt: dass das Kulturzentrum immer noch existiert, ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen und solidarischer Kämpfe! Und tendentiell meinen wir, dass das Zentrum im Amerlinghaus nicht nur wegen seiner Geschichte, sondern auch wegen seiner gegenwärtigen Position als transkulturelles, offenes und kritisches Zentrum Teil der emanzipatorischen Kultur in Wien bleiben muss!

Allerdings müssen wir auch darüber nachdenken und diskutieren, wie wir mit den Disziplinierungs- und Zermürbungstaktiken seitens der Gemeinde, einer de facto ständig sinkenden Förderung und weiter steigenden Fixkosten zukünftig umgehen sollen und können.

 

Samstag 20. Juni 14:30
Offene Diskussion
Die Frau im Kapitalismus
Anerkennung von „Frauenproblemen“
statt Kritik an deren Gründen

Ziemlich alle Welt ist sich heute einig: Um Frauen muss sich besonders gekümmert werden; dieser Teil der Menschheit benötigt eine besondere Betreuung. Die wird ihr auch zuteil: Noch jede gesellschaftliche und politische Organisation lobt sich dafür – es gibt Frauenbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte, Quotenregelungen, …
Dabei merkt jede_r, dass diese Anerkennung in gewissem Kontrast dazu steht, wie es den meisten Frauen nach wie vor geht. Nach wie vor sind Frauen in höheren Berufen „unterpräsentiert“. Wenn ein Arbeitgeber Frauen schlechter bezahlt, darf er nicht das Geschlecht als Grund nennen. Das wäre Diskriminierung und ist verboten; die schlechtere Bezahlung an „Frauenarbeitsplätzen“ und in „Frauenberufen“ gibt es weiter. Es gibt staatlich geförderte Frauenhäuser; Eheterror und Prügelszenen sind ebenso wenig beseitigt wie die Doppelbelastung durch Kindererziehung und Beruf. Härtere Strafen für Vergewaltigung führen nicht dazu, dass die Vergewaltiger aussterben. Usf.
Noch so viel gut gemeinte Aufklärung, noch soviel Anstrengungen, den Frauen die ihnen zustehende Wertschätzung zu verschaffen, scheint da wenig zu bewirken. Warum?
Die Forderung nach Gleichberechtigung geht an den Gründen für die Schlechterstellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt ebenso vorbei wie an den Gründen für die unschönen Formen, die das Leben zu zweit nicht selten annimmt. Auch die Auffassung, die „Diskriminierung der Frau“ läge am Weiterbestehen eigentlich längst überholter „Verhaltensmuster“ bei Personalchefs und/ oder Männern überhaupt, geht an der Sache vorbei. Solche sog. „Vorurteile“ sind vielmehr die zur kapitalistischen Erwerbsgesellschaft genau passende Geisteshaltung, mit der Mann wie Frau den Leistungsansprüchen von Kapital und Staat unterworfen werden.

Kein Kommentar. Sendereihe auf Radio Orange 94

Ausführlicherer Text dazu auf: http://o94.at/radio/sendung/gegenargumente_3/1153257/

 

Samstag 20. Juni 17:00
Diskussion zu 40 Jahre „Fristenregelung“
Rotes Frauenkomitee Wien
40 Jahre „Fristenregelung“

Weg mit dem § 96 StGB Schwangerschaftsabbruch!
Die Frauen sollen selbst entscheiden!
Vor 40 Jahren wurde in Österreich die sogenannte „Fristenregelung“ eingeführt. Auf Druck vieler Proteste wurde die Regierung dazu gezwungen, den Schwangerschafts­abbruch zumindest für 12 Monate straffrei zu stellen. Doch bedeutete dies kein Ende der Illegalisierung und Kriminalisierung von Abtreibung. Durch die enormen Kosten und die geringen Möglichkeiten sind Frauen nach wie vor häufig dazu gezwungen illegale und gesundheitsschädigende Abtreibungen machen zu lassen, oder Kinder zu bekommen, die sie nicht wollen und sich nicht leisten können. Zudem kommt die ideologische Unterdrückung durch die Institutionen des bürgerlichen Staates oder der katholischen Kirche.

Illegalisierung von Schwangerschaftsabbruch ist nichts anderes als die Ausbeutung der Frauen als Produktionsinstrumente gesetzlich abzusichern und somit ist der § 96 StGB ein Teil der frauenfeindlichen Politik der herrschenden Klasse in Österreich. Wir wollen uns jedoch nicht weiter von Kirche oder Parlament bevormunden lassen, sondern selbst über unseren Körper entscheiden! Deshalb wollen wir uns gegen diesen reaktionären Paragraphen zusammenschließen, diskutieren und kämpfen!

Bei der Veranstaltung berichten Frauen aus verschiedenen Ländern über dieses Thema, wir wollen diskutieren und die nächsten Schritte festlegen um den Kampf gegen den § 96 StGB Schwangerschaftsabbruch voranzutreiben.

Gegen Bevormundung, Illegalisierung und Kriminalisierung!
Schwangerschaftsabbruch raus aus dem Strafgesetzbuch! Wir Frauen wollen selbst entscheiden!

Frauen, wehrt euch und kämpft!

Mail: rotes-frauenkomitee-wien@gmx.at
Facebook: Rotes Frauenkomitee Wien

 


Samstag 20. Juni 19:00
Playbacktheater
zum Thema „ARBEITSLOSE“

Arbeitslose aller Altersstufen, Exarbeitslose und die es bald werden könnten erzählen ihre Geschichten über Erwerbsarbeitslosigkeit, AMS-Kurse, Begegnungen mit dem AMS, die von SchauspielerInnen und MusikerInnen gespielt werden.
Im Playbacktheater werden unsere Alltagsgeschichten, persönliche Erfahrungen, Träume, Fantasien erzählt und von uns aus dem Stegreif szenisch umgesetzt und zurückgespielt (played back).
Kooperation Aktive Arbeitslose (angefragt), Improspanol und 1. Offene Improtrainings-Gruppe

 


Samstag 20. Juni 20:30
Spontansirenen
Klang- und Liederabend
Vorwärts Schwestern, vorwärts!

Lieder und Stimm-Improvisationen zum Thema Frauen und Widerstand. Die Spontansirenen summen, singen und tönen sich durch die widerständige Geschichte der Frauen.

 

Liselotte Lengl – Stimme, Gitarre
Maren Rahmann – Stimme, Akkordeon
Lise Vinberg – Stimme
https://de-de.facebook.com/spontansirenen